Dienstag, 6. Februar 2018

[Rezension] Animant Crumbs Staubchronik - Lin Rina


Titel: Animant Crumbs Staubchronik
Autor: Lin Rina
Seiten: 550
Verlag: Drachenmond
Erscheinungsdatum: 20. November 2017
Buchreihe: nein









Inhalt
Animants Mutter wünscht sich nichts mehr für Animant als einen gut betuchten Ehemann. Animant jedoch hat nur ihre Bücher im Kopf.
Da trifft es sich gut, dass ihr Onkel eine Stelle als Bibliotheksassistentin zu vergeben hat. Kurzerhand nimmt Animant die Stelle an. Was jedoch nur eine Flucht vor den Vorstellungen ihrer Mutter sein sollte, wird schwieriger als gedacht, denn ihr Chef Mr. Reed ist ein ausgesprochener Griesgram. 

Eigene Meinung 
"Animant Crumbs Staubchronik" ist eines der besten Bücher, das ich seit langem gelesen habe und es ist sogar so gut, dass ich wage zu behaupten, dass es mein Jahreshighlight 2018 sein wird.
 
Das Setting ist einfach klasse. Die Atmosphäre von London im Jahr 1890 wurde perfekt eingefangen. Kleider, Kutschen, ein veraltetes Rollenbild, alles war dabei.
Animant ist eine wundervolle Protagonistin. Mit ihrer verschrobenen, aber unglaublich herzlichen Art muss man sie einfach ins Herz schließen und ich konnte mich so gut wie selten in sie hineinversetzen.
 
Ihre Arbeitsstelle in der Bibliothek ist ein Traum! Mehr als einmal habe ich mir gewünscht, sie würde wirklich existieren und ich nicht nur von ihr lesen. Es war unglaublich schön zu sehen, wie sich Animant in ihre neue Rolle als Assistentin von Mr. Griesgram höchstpersönlich einfindet. Hierbei wird sehr gut deutlich, was sie doch für eine starke Persönlichkeit ist und dass sie sich nicht nur der Einfachheithalber hinter ihren Büchern versteckt, sondern sich richtig viele Gedanken macht, vor allem um die Stellung der Frau in der Gesellschaft.
 
Ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Es gab nicht eine einzige Stelle die langweilig war. Oft habe ich mich dabei ertrappt, wie ich vor mich hin gelächelt habe, oder aber mit Angst auf die wenigen Seiten bis zum Ende geschielt habe.
In dieser Geschichte hat ALLES gepasst. Auch die Romantik kam nicht zu kurz, war aber ansolut nicht platt, oder kitschig. Mehr als einmal hatte ich heftiges Herzklopfen, als wäre ich selbst Animant.
 
Über die Dialoge zwischen Mr. Reed und Animant habe ich mich köstlich amüsiert. Die Spitzen, die die beiden immer wieder aufeinander abfeuern und zu sehen, wie sich beide langsam an den jeweils anderen gewöhnen hat in mir ein richtig wohliges Gefühl hinterlassen.
 
Lediglich das Ende war etwas zu abrupt, als wäre man aus einem wunderschönen Traum gerissen worden. Da hätte ich mir eine umfangreichere Ausführung und mehr Zeit "danach" gewünscht. Aber wer weiß, vielleicht gibt es einen zweiten Band?    

Fazit 
Mir ist beim Lesen das Herz aufgegangen und ich hab so sehr mit den Figuren mitgefühlt, wie noch nie.
Bitte schreiben Sie mehr davon, Lin Rina! Denn trotz der 550 Seiten war der Ausflug in Animants Leben viel zu kurz.



5/5 Sterne

Sonntag, 4. Februar 2018

[Lesestatistik] Januar 2018

Kalt ist es draußen und um so gemütlicher drinnen, wie meine Januar Statistik zeigt :)
Zwar sind auch viele neue Bücher eingezogen, doch unterm Strich hat mein SUB nur um ein Buch zugenommen!!




Neuzugänge:
1. Enders - Lissa Price
2. Gläsernes Schwert - Victoria Aveyard
3. Goldener Käfig - Victoria Aveyard
4. Licht und Zorn - Lauren Groff
5. Immer wenn du schläfst - Jaye Ford
6. Before you go - Clare Swatman
7. Ein Tag und alles anders - Alexandra Fabisch
8. Die Chocolaterie der Träume - Manuela Inusa
9. Animant Crumbs Staubchronik - Lin Rina
10. Mein Herz in zwei Welten - Jojo Moyes    


Gelesen:
1. Das Spielhaus - Claire North 496 Seiten
2. Rette mich vor dir - Tahereh Mafi 432 Seiten
3. Wie Wölfe im Winter - Tyrell Johnson 352 Seiten
4. Die rote Königin - Victoria Aveyard 512 Seiten 
5. Before you go - Clare Swatman 384 Seiten 
6. Izara - Julia Dippel 540 Seiten
7. Immer wenn du schläfst - Jaye Ford 512 Seiten
8. Die Chocolaterie der Träume - Manuela Inusa 336 Seiten  
9. Ein Tag und alles anders - Alexandra Fabisch 320 Seiten 
  

 


Insgesamt:
Erhalten: 10
Gelesen: 9
Seiten: 3884 (125 Seiten pro Tag)

Top:
"Wie Wölfe im Winter" hat mich total überrascht. Es war ein Spontankauf nach einem Radiobeitrag und hat mich umgehauen! Es ist sehr bildreich geschrieben und man meint, man wäre selbst in dieser bitter kalten Ödnis. Klasse!

Selection 3

Flop:
Hier landet "Ein Tag und alles anders" von Alexandra Fabisch. Viel zu platt und vorhersehbar. Mich hat die Liebesgeschichte nicht erreicht.

Selection 3

Donnerstag, 1. Februar 2018

[Rezension] Ein Tag und alles anders - Alexandra Fabisch


Titel: Ein Tag und alles anders
Autor: Alexandra Fabisch
Seiten: 320
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 18. Dezember 2017
Buchreihe: nein









Inhalt
Lena und Fabio könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie geht in ihrem Studium auf und hat soziale Kontakte auf ein Minimum beschränkt und er lebt in den Tag hinein und versucht nebenbei eine lukrative Anstellung als Journalist zu bekommen. Fabios Pech ist nur, dass Lina das erste weibliche Wesen ist, dem er nach einer dummen Wette mit seinem Freund begegnet. Laut dieser hat er nun 24 Stunden Zeit, Linas Herz zu gewinnen, doch das scheint ganz auf Abwehr gestellt. 

Eigene Meinung 
Die Romanze, oder was auch immer da zwischen den beiden sein soll, startet schon von Anfang an mit einer Lüge. Für mich als Leser war es natürlich sofort klar: Die beiden verlieben sich und dann plötzlich kommt raus, dass Fabio Lina angelogen hat und PENG alles für die Katz‘. Startet also schon mal 0815-mäßig.

Es geht leider auch genau so platt weiter. Bis zur Hälfte des Buches wird der eine Tag beschrieben, den die beiden zusammen verbringen und nach dem sich Lina in Fabio verlieben soll.
Der ganze Tag ist einfach absolut unglaubwürdig!
1. Lina verteidigt am nächsten Tag ihren Doktortitel und „verplempert“ den Tag davor mit jemand Fremden.
2. Die Gefühle der beiden ändern sich schlagartig innerhalb von ein paar Stunden. Erst können sie sich nicht ausstehen und plötzlich denken beide übers Küssen nach und wie toll doch eine Umarmung des jeweils anderen wäre.
3. JEDER einfach JEDER schließt Lina sofort ins Herz und zwar ganz, ganz fest! Alles klar…
4. Wer bitteschön denkt beim ersten Treffen schon darüber nach, wie die Zukunft mit Kindern usw. aussehen würde, selbst wenn man sich von Anfang an mögen würde? Ja genau, Lina und Fabio tun das und die mochten sich nicht einmal auf Anhieb.
5. Lina reimt plötzlich ohne jegliche Vorbereitung vor einem riesigen Publikum, ohne Fehler und liefert eine 1a Vorstellung…
Wem die Beispiele bis hierhin noch nicht genug sind, sollte sich vielleicht wirklich dran machen, das Buch zu lesen. Alle anderen: Finger weg!

Nach diesem Tag gibt es eine relativ große Zeitspanne und NATÜRLICH denken beide immer noch über den jeweils anderen nach und KÖNNEN ihn einfach nicht vergessen. Nach einem Tag, der schlecht gestartet und geendet ist? Kaum vorstellbar…

Die Nebencharaktere waren bis auf einen ganz drollig, aber das Ende wiederum, in welchem JEDER von ihnen eine Rolle spielt, einfach nur zum Kopfschütteln.

Fazit 
Die Geschichte ist einfach nur platt und voller Klischees. Es ist auch einfach ZU perfekt, ZU toll und wurde so einfach viel zu kitschig und zog die Szenen zwischen den beiden ins Lächerliche.



2/5 Sterne

Danke an Blanvalet und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 31. Januar 2018

[Rezension] Die Chocolaterie der Träume - Manuela Inusa


Titel: Die Chocolaterie der Träume
Autor: Manuela Inusa
Seiten: 336
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 15. Januar 2018
Buchreihe: ja









Inhalt
Keira betreibt ihre eigene Chocolaterie in der Valerie Lane. Schon länger ist sie nicht mehr richtig glücklich mit Jordan und findet einzig und allein darin Trost, jeden Tag in der Valerie Lane zu arbeiten und ihre Freundinnen um sich zu haben. Obwohl… da gibt es doch noch einen zweiten Lichtblick. Den netten, attraktiven Mann, der jeden Montag Pralinen kauft. Wäre er nur nicht verheiratet.
 

Eigene Meinung
Man muss den ersten Band nicht gelesen haben, da die Geschichten doch recht abgeschlossen sind. Keira ist eine nette und sympathische Person, umso unverständlicher war für mich, wie sie so viele Jahre mit einem Kotzbrocken wie Jordan zusammen leben konnte. Er ist das unsympathische Fitnessklischee schlecht hin. Meiner Meinung nach hat es viel zu lange gedauert, bis sie endlich eine Entscheidung getroffen hat. Und das Geheimnis zwischen den beiden war später irgendwie auch nur Nebensache. Ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl, dass Keira besonders interessiert ist an einer Antwort.
 
Ihre Freundinnen sind allesamt sympathisch, bleiben aber etwas farblos. Überhaupt kommen viele Figuren nur so am Rande vor und sind natürlich sehr stereotypisch.
Trotzdem hat mir das Setting extrem gut gefallen. Eine kleine Straße mit bunten und ebenso kleinen wie feinen Läden und alle sind auch noch miteinander befreundet. Fertig ist das Wohlfühlpaket.

Richtig viel passiert nicht, es dümpelt eher so dahin, was nicht heißt, dass es langweilig war. Wer schließlich mit wem glücklich wird, war natürlich von vorneherein klar, dennoch hat es mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Auch wenn ich das Ende dann etwas sehr überstürzt und zu perfekt fand. 

Fazit 
Ein durchschnittlicher Frauenroman für zwischendurch. Es hat mir von vorne bis hinten gut gefallen, noch einmal werde ich mich trotzdem nicht in der Valerie Lane blicken lassen. Denn so sehr konnten mich die Figuren und ihre Geschichte dann doch nicht erreichen.



4/5 Sterne

Danke an Blanvalet und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Montag, 29. Januar 2018

[Rezension] Immer wenn du schläfst - Jaye Ford


Titel: Immer wenn du schläfst
Autor: Jaye Ford
Originaltitel: The Darkest Place
Seiten: 512
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 15. Januar 2018
Buchreihe: nein









Inhalt
Carly versucht einen Neuanfang und kauft sich eine Wohnung in einem großen, umgebauten Lagerhaus. Doch nach nur weniger Tagen fängt sie an schlecht zu schlafen. Sie hat Alpträume und schließlich wird bei ihr auch noch eingebrochen. Als dies mehrmals hintereinander passiert, ohne dass Einbruchsspuren zu finden sind, beginnt die Polizei an ihrer geistlichen Gesundheit zu zweifeln. Aber Carly ist sich sicher, der Mann, den sie bei den Einbrüchen an ihrem Bett stehen sieht, ist real... oder?

Eigene Meinung

Die Geschichte nimmt leider nur langsam und viel zu spät Fahrt auf. Anfangs dreht sich alles nur um Carly und wie sehr sie versucht die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Ich dachte, es würde mehr dahinter stecken, als das was es schließlich war. Klar, das war auch schlimm, aber es wurde viel zu sehr aufgebauscht und man hat viel krasseres erwartet.
Ganz davon abgesehen verdächtigt Carly von Anfang an alles und jeden bei ihr eingebrochen zu sein. Es kommt raus, dass zuvor irgendwann einmal Maler in der Wohnung waren - ohne darüber nachzudenken werden sie verdächtigt. Selbiges passiert noch ungefähr zwanzig mal im Buch... das war echt nervig und total hirnrissig.
Der erste Teil war echt langatmig, da es nur um Carly, Carly und nochmals Carly geht. Erst als Nate eine größere Rolle spielt, geht es endlich vorwärts.

Die Bewohner sind echt drollig und es war schön zu sehen, wie Carly ihren Platz in der Gemeinschaft findet. Keiner kam hier zu kurz, es hat von den Charakteren her eigentlich alles gepasst. Nur Nate hat mich auf Grund seiner Glucken-Art etwas die Augen verdrehen lassen.

Die Geschichte ist jetzt nicht komplett neu und teilweise etwas vorhersehbar, aber mir hat der Thriller für zwischendurch echt gut gefallen. Ich hatte meinen Spaß und nach dem zähen Einstieg ließ es sich auch echt flüssig lesen.
Bis zum Ende weiß man nicht, wie es ausgehen wird, was hinter den Einbrüchen bei Carly steckt. Daher hatte ich Sorge, dass die Auflösung total bescheuert sein würde und vor allem einfach hingeklatscht, dem war Gott sei Dank nicht so.           

Fazit

Toller, solider Thriller für zwischendurch und ein Ende, welches einen nicht enttäuscht.


4/5 Sterne

Danke an Goldmann und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!